Wenn im Gesundheitswesen alles bleiben soll, wie es ist, muss sich alles ändern!
Es gibt immer weniger ambulante Ärzte, wissen Sie warum? Viele von ihnen gehen in den Ruhestand, in Gera Lusan zum Beispiel. Junge Ärzte sehen in der Eröffnung einer eigenen Praxis keine sichere berufliche Perspektive, weil die Finanzierung des Gesundheitswesens unzureichend ist und die Bürokratie zu schwerfällig. Wer wird die Konsequenzen tragen? Die Patienten! Ihnen stehen weniger ambulante Ärzte in der Region zur Verfügung und das bedeutet längere Wartezeiten.
Hierzu meint der Co-Vorsitzende der Geraer Linken, André Eckardt:
„Wir fordern eine adäquate Finanzierung der niedergelassenen Haus- und Facharztpraxen zur Sicherung und Aufrechterhaltung der ambulanten Versorgung. Praxen werden geschlossen, weil Ihre Ärztinnen und Ärzte in Rente gehen und es keine Nachfolger gibt. Die Folge sind lange Wartezeiten und weite Anfahrtswege. Die niedergelassenen Haus- und Fachärzte unterliegen einem System der Unterfinanzierung und Mangelverwaltung, hervorgerufen durch Regelungen der Bundespolitik und der Krankenkassen. Medizin und Gesundheit dürfen keine Ware sein!“
Auch der Fraktionsvorsitzende der Geraer Linken, Andreas Schubert, äußerte sich: „Wir müssen alle Möglichkeiten auf kommunaler Ebene ausschöpfen, um die Ansiedlung von Fachärzten in Gera zu befördern, auch mit unkonventionellen Maßnahmen."
Gesundheit für den Menschen, nicht für Profite! Benötigt wird eigentlich nur eine Krankenkasse, in die Alle einzahlen müssen. Noch immer nehmen in Deutschland zu wenig Menschen Impfungen, Vorsorge- und Früherkennungsuntersuchungen in Anspruch. Dazu muss ein gesetzlicher Rahmen geschaffen werden.
Der Inhalt vieler Medikamente in deutschen Apotheken kommt mittlerweile aus Indien und China. Die asiatischen Fabriken sind quasi die Zulieferer der großen, bekannten Unternehmen wie Hexal, ratiopharm oder Stada. Einst galt Deutschland als der wichtigste Hersteller und Lieferant von Präparaten und Medikamenten. Insgesamt wurden seither 112 Nobelpreise für Medizin und Physiologie an 224 Preisträger verliehen, darunter 12 Frauen und 24 Forschende aus Deutschland. Das ist eine gute Basis wieder selbst die benötigen Medikamente herzustellen!
Auch Ralf Plötner, Sprecher für Gesundheitspolitik und Pflege der Fraktion DIE LINKE im Thüringer Landtag erklärt wie folgt:
„Es ist fatal, dass durch den Bundesgesundheitsminister angekündigt wurde, dass einige Krankenhausschließungen nicht mehr umkehrbar seien. Über Jahrzehnte hat sich hier auf Bundesebene ein Reformstau entwickelt. Wir als LINKE werden uns weiterhin dafür einsetzen, dass in Thüringen kein Krankenhaus geschlossen wird. Die von Schließung bedrohten Krankenhäuser benötigen jetzt einen Inflationsausgleich! Zudem bleibt die Finanzierungsfrage der Reform offen. Für die weiteren Schritte in der Krankenhausreform ist vor allem auch die nachhaltige Lösung des Arbeits- und Fachkräftebedarfes von zentraler Bedeutung. Die Arbeitsbedingungen der Beschäftigten in den Kliniken müssen verbessert werden. Das führt auch zu einer höheren Versorgungsqualität“, so Plötner abschließend.

