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Friedensfest und Aufruf zur Friedenstüchtigkeit

Friedenstüchtigkeit statt Militarisierung unserer Gesellschaft
 

Wie jedes Jahr veranstalten wir am 29.8.2026 in der Zeit von 11:00 - 16:00 Uhr unser Friedensfest auf dem Johannisplatz in Gera.

In diesen Zusammenhang rufen dazu auf diesen Aufruf mit Unterschriften zu unterstützen.

 

Die Partei Die Linke ist konsequente Friedenspartei in einem Zeitalter immer neuer Kriege,
fortschreitender Militarisierung der bundesdeutschen Gesellschaft und der EU sowie Hochrüstung.
In dieser Situation setzen wir uns dafür ein, dass sich die Partei Die Linke aktiv in die Demonstrationen,
Kundgebungen und Veranstaltungen im Herbst 2026, beginnend mit denen zum Weltfriedenstag am
1. September, einbringt und diese konsequent unterstützt, um dieser Politik der Kriegsvorbereitung und
des größten Sozialabbaus in der Geschichte der Bundesrepublik und des Demokratieabbaus den Kampf
anzusagen.
Vor über 100 Jahren schrieb Rosa Luxemburg: „Solange das Kapital herrscht, werden Rüstungen und
Krieg nicht aufhören.“ Und heute stehen wir erneut und näher als jemals seit der Kubakrise 1962 vor dem
Abgrund eines Weltkrieges und nuklearer Vernichtung. Dafür machen wir die herrschenden Kreise in den
USA, den Staaten der NATO und Russlands verantwortlich. Für uns steht, wie schon für Karl Liebknecht
im Ersten Weltkrieg, der Hauptfeind einer Politik des Friedens und gemeinsamer Sicherheit im eigenen
Land. Seiner Politik sollte die Partei Die Linke Protest und eine sozialistische friedensorientierte Politik
entgegensetzen und sich aktiv für eine starke Friedensbewegung in der Bundesrepublik, der EU und
global engagieren. Sie sollte von den Regierungen fordern, Wege der Kooperation und gemeinsamen
Sicherheit zu gehen und dabei Initiativen aus allen Teilen der Welt aufzugreifen.
Die Partei Die Linke sollte in diesen Auseinandersetzungen klare Positionen beziehen. Zu diesen
Positionen sollten gehören:


1. Wir stehen solidarisch an der Seite der Kriegsopfer, Kriegsgegnerinnen und Kriegsgegner.
 

2. Wir sagen Nein zum Krieg. Die Waffen nieder! Sofortiges Ende der Kampfhandlungen zwischen
Russland und der Ukraine und der USA und dem Iran.
 

3. Wir sagen Nein zu Eskalation und Kriegshetze, zur Lieferung von Angriffswaffen und Sanktionen
ohne bewiesene Bereitschaft zu Verhandlungen, die das Morden beenden.
 

4. Wir sagen Nein zu Hochrüstung und fordern ein sofortiges Moratorium bei den eskalierenden
Rüstungsaufträgen und einer weiteren Erhöhung der Rüstungsausgaben. Die Strukturen der
Streitkräfte und ihrer BewaƯnung sollen zu defensiven Systemen ohne Angriffsfähigkeit umgebaut
werden.
 

5. Wir sagen Nein zu Waffenexporten an Kriegsparteien.
 

6. Wir sagen Nein zur Wehrpflicht und fordern die Umleitung der durch den Stopp der Hochrüstung
freigesetzten Mittel in die Bereiche Bildung, Gesundheit, öffentliche Infrastruktur,
Klimaanpassung und zukunftsfähigen Umbau der Industrie
 

7. Wir sagen Nein zur Stationierung weitreichender Mittelstreckenraketen auf dem Boden der
Bundesrepublik.
 

8. Wir fordern die Aufnahme und den Schutz der Deserteure und Kriegsdienstverweigerer.
Erstunterzeichner*innen:


Lutz Brangsch, Michael Brie, Judith Dellheim, Dieter Hausold, Cornelia Müller, Andreas Schubert

 

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