Linksjugend [´solid] fordert klare Positionierung des Stadtjugendrings gegen Kürzungen im Kinder- und Jugendbereich

KV-G

Als Mitgliedsverband des Stadtjugendring Gera e.V. möchten wir die Mitgliederversammlung am 25. November 2013 auffordern, sich in einer offenen Diskussion als Interessenvertreter und Lobbyisten für Kinder und Jugendliche in der Stadt Gera einzusetzen. Den Vorstand des SJR möchten wir bitten, aus dem Ergebnis der abgeschlossenen Diskussion eine öffentliche Stellungnahme des SJR zu erarbeiten und diese anschließend zu verbreiten.

Die Linksjugend ['solid] hält es für eine der Hauptaufgaben des SJR alle Mitgliedsverbände transparent einzubinden, um sich in deren Namen öffentlich zu positionieren. Aus der Satzung des Stadtjugendrings geht der festgeschriebene Zweck „Einfluss auf kommunale Entscheidungen zu Jugendfragen zu nehmen" hervor und ist stärker als bisher wahrzunehmen.

 

Für die Linksjugend ['solid] bedeutet das, dass der SJR sich entschieden gegen jede Einsparung in der Finanzierung der Jugendarbeit aussprechen muss. Mit der jahrelangen 16 % Kürzung hat der Bereich der Kinder- und Jugendarbeit schon mehr als einen verantwortbaren Beitrag zur Konsolidierung der Stadtfinanzen beigetragen. Jetzt braucht es zumindest eine verlässliche Finanzierung des beschlossenen Jugendförderplans! In diesem wurde für die Jahre 2014-2020 ein konkreter Bedarf ermittelt und für diesen Zeitraum sollten auch die entsprechenden Haushaltsmittel gesichert werden! Eine qualitativ gute präventive Jugendarbeit ist sozial nachhaltig. Präventive Maßnahmen sind kostengünstiger als repressive, die perspektivisch den Auswirkungen einer vernachlässigten Kinder- und Jugendarbeit entgegengestellt werden müssten.
Weiterhin fordern wir, dass der SJR sich gegen Finanzierungspläne ausspricht, die von Einrichtungen freier oder städtischer Träger die selbstständige Erwirtschaftung eines Ertrages voraussetzen. Eine Jugendeinrichtung hat keinen wirtschaftlichen sondern einen pädagogischen Auftrag.

Wir freuen uns auf eine konstruktive Debatte mit vielen Jugendlichen denen ihre Stadt am Herzen liegt und hoffen dass die Jugend- und Verbandsarbeit in Gera weiter vorangetrieben und verbessert wird.