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Geras größter Stadtteil wird 50 - Was Lusan jetzt wirklich braucht

In diesem Jahr feiert der größte Stadtteil in Gera sein 50-jähriges Jubiläum.

Mit einem Neubaugebiet aus Plattenbauten sollte ab 1972 die Wohnraumsituation auch in Gera entscheidend verbessert werden, was auch gelang.

45.000 Einwohner zählte Lusan 1990. Heute leben noch ca. halb so viele Menschen dort. Allein damit wäre Lusan deutlich größer als viele Thüringer Kreisstädte.

Gratuliert wurde u.a. schon mit einem neuen Stadtteiltor für Lusan.

Zum Jubiläum erwartet man keine Extra-Behandlung. Aber das in diesem Jubiläumsjahr die Fußgängerbrücke am Gleisdreieck komplett gesperrt wurde ist ein Supergau. Für viele, gerade auch ältere Menschen, oder Menschen mit Kleinkindern im 1. Bauabschnitt ist es wie eine Bestrafung, wird ihnen doch die Mobilität erheblich erschwert und das auf Jahre.

Diese fatale Entwicklung ist begleitet worden von einer behäbigen Bauverwaltung, die es versäumt hat, rechtzeitig Maßnahmen einzuleiten, bevor! die Brücke gesperrt werden musste.

Eine Konsequenz daraus liegt auf der Hand: Die Menschen im Stadtteil müssen in Zukunft die Möglichkeit bekommen, selber viel mehr mitzugestalten, sich mit einzubringen, auf drängende Probleme immer wieder hinzuweisen und eine Lösung dieser vom Oberbürgermeister einzufordern.

Deshalb wäre die Gründung eines Lusaner Ortsteilrates im 50. Gründungsjahr tatsächlich ein nachhaltiges „Geschenk“ für eine gute Zukunft des Stadtteils. Durch die Möglichkeiten eines kommunalrechtlich legitimierten Gremiums, monatlich die vielen konkreten Probleme direkt mit den Verantwortlichen in der Verwaltung anzusprechen, werden schnelle Lösungen auf direktem Wege ermöglicht. Nicht zuletzt auch mit einer Ortspauschale, die dem Stadtteil dann jährlich zur Verfügung steht.

„Deshalb sollte der Stadtrat noch in diesem Jahr die Hauptsatzung entsprechend anpassen“ ist der Landtagsabgeordnete der LINKEN in Gera-Süd, Andreas Schubert, überzeugt, der auch Vorsitzender der Stadtratsfraktion ist.

Am Samstag wird Schubert am Rande des Festes den Lusanerinnen und Lusanern für Gespräche zur Verfügung stehen.

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