Für eine Politik der Entspannung und eine neue Ära der Abrüstung.
In den frühen Morgenstunden des 22. Juni 1941 startete Nazi-Deutschland mit dem „Unternehmen Barbarossa" den völkerrechtswidrigen Überfall auf die Sowjetunion. In einem „Blitzkrieg" sollte die deutsche Wehrmacht das sowjetische Territorium bis zum Ural erobern und auf Dauer besetzen. Der Feldzug wurde vom ersten Tag an auch mit den Mitteln barbarischen Terrors gegen die Zivilbevölkerung geführt. Eines der größten Kriegsverbrechen der deutschen Wehrmacht während des Krieges gegen die Bevölkerung der Sowjetunion war die Blockade der Metropole Leningrad vom 8. September 1941 bis zum 27. Januar 1944. In den Jahren der Hungerblockade starben dort Schätzungen zufolge über eine Million Menschen.
Insgesamt wurden infolge von Krieg und deutscher Besatzung 27 Millionen Bürgerinnen und Bürger aller Nationalitäten der Sowjetunion getötet, darunter zwischen 1,5 bis 2 Millionen Jüdinnen und Juden in den westlichen Gebieten der Sowjetunion. Von den mehr als fünf Millionen sowjetischen Kriegsgefangenen kamen ca. 3,3 Millionen ums Leben. Zerstört wurden 1.710 Städte, 70.000 Dörfer, 32.000 Fabriken, 2.766 Kirchen und Klöster, 4.000 Bibliotheken und 427 Museen.
Die historische Schuld und Verantwortung Deutschlands, die auch 82 Jahre nach dem Überfall der Wehrmacht auf die Sowjetunion fortbesteht, verpflichtet uns zur Abkehr von militärischer Konfrontation, Eskalation und Abrüstung. DIE LINKE fordert deshalb seit Jahren auch ein Rüstungsexportverbot, weil Deutschland nicht weiter von Kriegen profitieren darf.

