Diese Website verwendet Cookies.
Zum Hauptinhalt springen

Bildungs- und Teilhabepaket kommt nicht an

Eine aktuelle Statistik der Bundesagentur für Arbeit veröffentlicht Zahlen zum Bildungs- und Teilhabepaket der Bundesregierung. Die Beantragung der Leistung ist mit einem hohen bürokratischen Aufwand verbunden und kann für viele antragsberechtigte Familien eine Hürde darstellen. Das würde auch die niedrigen Zahlen der Inanspruchnahme erklären.

Gerade einmal etwas mehr als die Hälfte der Leistungsberechtigten unter 15-Jährigen erhielten überhaupt Leistungen aus dem Paket und 11 % erhielten Lernförderung. Obwohl die Ausnahmesituation im Bildungssektor große Probleme aufkommen ließ und schon vorher bestehende, wie durch ein Brennglas deutlich machte, wurde selten auf den Nachteilsausgleich für einkommensschwache Familien zurückgegriffen.

Die Ursachen hierfür gilt es zu untersuchen, denn das Paket sollte auch bei den Kindern ankommen können, die es dringend brauchen. Unter anderem können Gelder für Schulausflüge, Nachhilfe und Kosten für Freizeitangebote, zum Beispiel Vereinsbeiträge, beantragt werden. Mit diesen Geldern soll es möglich gemacht werden, dass alle Kinder ähnliche Möglichkeiten der sozialen und kulturellen Teilhabe nutzen können.

Daniel Reinhardt, Sprecher für frühkindliche Bildung im Thüringer Landtag (DIE LINKE), merkt dazu an: „Anhand der Zahlen kann man eindeutig sehen, dass die Gelder nicht bei den Kindern ankommen, denen sie zustehen. Bereits in der Vergangenheit merkte ich an, dass externe Bildungsangebote bereits im Vorschulbereich zunehmen, hier dürfen Kinder nicht aufgrund der Einkommen ihrer Eltern benachteiligt sein. Aufgabe der Länder und des Bundes muss sein, adäquate Angebote zu schaffen, die auch bei den Kindern ankommt.“

Auch er kritisiert die hohen Hürden der Beantragung, hierfür müssen einfacher zugängliche Möglichkeiten geschaffen werden, der bürokratische Aufwand entschlackt werden, denn so lassen sich auch die sehr hohen Verwaltungskosten nicht rechtfertigen. Wenn man bedenkt, dass durch über ein Jahr Pandemiesituation, die Unterschiede nochmal verdeutlicht und verschärft wurden, braucht es ein klares Signal, zur Unterstützung, über die bereits bestehenden Gelder hinaus.

Expertinnen und Experten merken schon seit geraumer Zeit an, dass die eingeplanten Gelder ohnehin viel zu gering und beschränkt sein und der Weg der Beantragung gerade für bedürftige Familien schwierig, ohne externe Unterstützung. Verantwortlich für die Umsetzung des Pakets sind die Kommunen, es wird also auch Aufgabe der Sozial- und Kinder- und Jugendhilfeausschüsse sein, hier nochmal genauer nachzuhaken.

Daniel Reinhardt rät deshalb, politisch Verantwortlichen nochmal genau nachzufragen, wie es in der eigenen Kommune aussieht und langfristige Lösungen zu entwickeln. Denn jedes Kind ist wichtig und hat eine gute und gerechte Bildung verdient, ungeachtet des Einkommens der Eltern.


Auf einen Blick - so erreichen Sie uns telefonisch:

DIE LINKE Gera                 (0365) 81 31 23

Stadtratsfraktion            (0365) 8 38 15 30

MdL Daniel Reinhardt (0365) 20 21 38 65

MdL Andreas Schubert    (0365) 81 31 30

MdB Ralph Lenkert        (0365) 5 51 18 21

Auf einen Blick - so erreichen Sie uns elektronisch:

Die LINKE Gera e-Mail: rgeschaeftsstelle@die-linke-gera.de

Die LINKE Gera Facebook: https://www.facebook.com/DieLinkeGera

Die LINKE Gera Instagram: https://www.instagram.com/die_linke.gera/

 

Spendenaufruf

Osval

DIE LINKE hilft:

Freitags, 9-11 Uhr, Markt 12a: Arbeitslosenfrühstück mit HARTZ IV-Beratung

zudem bieten wir bei Bedarf auch Hausaufgaben-Unterstützung an; Anfragen an: hoffmann_sascha@t-online.de