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Antworten von Andreas Schubert zu Anfragen von der Geschäftsführung des Klinikums

Hintergrund ist ein Wahlplakat mit dem Slogan: "Krankenhäuser nicht für Profite, sondern für Kranke." - Die Anfragen erreichten uns am 28. April und wurden am 29. April beantwortet.

Herr Schubert, direkt vor unserem Klinikum, das in den Händen einer privaten Stiftung liegt, platzieren Sie dieses Wahlplakat, das private Träger als Profiteure verteufelt, die sich nicht um Kranke kümmern. Warum?

Wir verteufeln niemanden und behaupten auch nicht, dass im Klinikum schlechte Arbeit geleistet wird – im Gegenteil.

Aber wir sind schon immer der Meinung, dass Daseinsvorsorge in öffentliche Hand gehört. DIE LINKE hat sich da schon immer klar positioniert und auch gegen die Privatisierung des Klinikums gestimmt. Der aktuelle Trend gibt uns Recht - bundesweit läuft eine Rekommunalisierungswelle. Die öffentliche Hand kauft gerade die Geraer Wohnungsbaugesellschaft zurück. Im Ilmkreis wurde die Abfallwirtschaft rekommunalisiert und in diese Debatte gehören für uns auch Krankenhäuser.

Ginge es nach der LINKEN würde auch dieses Krankenhaus enteignet und wieder kommunalisiert?

Das würde nicht heute und morgen auf der Tagesordnung stehen, aber das Ziel, Daseinsvorsorge öffentlich zu betreiben, ist in unserem Kommunalwahlprogramm verankert. Übrigens schon seit Jahren.

Wir sind ein sehr erfolgreich arbeitendes und gemeinnützig agierendes Unternehmen. Was erwirtschaftet wird, investieren wir wieder vor Ort. Derzeit zum Beispiel in neue Beschleuniger in unserer Strahlentherapie, in ein neues Reha-Zentrum, in einen Kindergarten, demnächst in einen Erweiterungsbau. Wären wir städtisch, würden mit unseren Erträgen Geras Haushaltslöcher gestopft und wir hätten im Wettbewerb das Nachsehen.

Erfolgreich war das Krankenhaus auch vor der Privatisierung, alles andere ist Spekulation. Es bleibt die Frage, warum Krankenhäuser Profit erwirtschaften müssen?

Sie schlagen den Sack und meinen den Esel: Sie kritisieren die Ökonomisierung des Gesundheitswesens, treffen aber Ihr eigenes Klinikum. Viele unserer Mitarbeiter empfinden das Plakat direkt vor ihrer Nase als Provokation: DIE LINKE geht den größten Arbeitgeber der Stadt an und suggeriert auch noch, dass uns Profite wichtiger sind als Kranke. Was soll das eigentlich?

So sehe ich das nicht und das steht dort auch nicht. Wir machen im Wahlkampf unsere Position deutlich, wollen auch grundsätzliche Debatten anregen. Unsere Zielgruppe sind in erster Linie die Patienten aber auch die Arbeitnehmer, für die es immer noch um den Abbau von Ungerechtigkeiten in der Bezahlung geht.

Interview: Katrin Wiesner
Leiterin Marketing/Unternehmenskommunikation SRH Wald-Klinikum Gera GmbH


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DIE LINKE hilft:

Freitags, 9-11 Uhr, Markt 12a: Arbeitslosenfrühstück mit HARTZ IV-Beratung

zudem bieten wir bei Bedarf auch Hausaufgaben-Unterstützung an; Anfragen an: hoffmann_sascha@t-online.de