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“... der Krieg ist eben so was Viehmäßiges: Hunger, Läuse, Schlamm, diese wahnsinnigen Geräusche ... . Der Krieg war eine scheußliche Sache ... eine große Schweinerei ...”. 65 Jahre nach Ende des von Deutschland entfesselten Raub- und Vernichtungskrieges und 20 Jahre nach Ende des Kalten Krieges soll der Krieg als Mittel der Politik gesellschaftlich etabliert werden. Ein militärisches Zeremoniell im öffentlichen Raum ist ein Tabubruch: Einer Armee im Kriegseinsatz soll von der Bevölkerung Absolution erteilt werden. Schon Wochen vor dem 8. April zeigten Uniformierte im Stadtzentrum und Rathaus Präsenz, zwei Tage vorher übernahm die Bundeswehr das Hausrecht in „Geras guter Stube“. Vorgeblich geht es um die Feier der gesunden Heimkehr der Soldaten. Verharmlosend gibt sich das Panzerpionierbataillon als Aufbauhelfer für die afghanische Bevölkerung. Die eigentliche Aufgabe von Pionieren ist jedoch die Gewährleistung der Beweglichkeit der kämpfenden Truppe. Soldaten sind und bleiben Soldaten und ihr Handwerk ist das Kriegshandwerk. Der nächste öffentliche Appell wird stattfinden, um die Truppe in den nächsten (Kriegs-) Einsatz zu verabschieden – wenn die öffentliche Meinung dies zulässt. Mit der Kundgebung und den Protesten am Rande des „Rückkehrappells“ haben wir erste klare Zeichen gegen Krieg und Militarisierung gesetzt. In diesem Sinne müssen wir uns (nicht nur in Gera) weiter engagieren: Gegen zivil-militärische Zusammenarbeit in den Kommunen. Gegen Rekrutierung in Schule, Uni und „Arbeitsagentur“. Keine Akzeptanz einer „neuen Rolle der Bundeswehr“. Für ein Ausstiegsprogramm für Bundeswehrsoldaten.