weiter: kein Rückkehr- AppellDafür werden in der Öffentlichkeit nun immer mehr Stimmen laut, nicht nur von der LINKEN, die dies schon seit Jahren fordert und damit die Mehrheit der Bevölkerung hinter sich weiß. In dieser Situation wird nach moralischen Kategorien ein Rückkehrappell der Bundeswehr am 8. April völlig unverständlich. „Wir können in Gera nicht so tun, als ob nichts geschehen wäre! Während an anderen Standorten tote Soldaten ankommen, im Bundeswehrkrankenhaus schwer verletzte Soldaten mit dem Tode ringen, kann nicht in Gera öffentlich die Rückkehr von Soldaten gefeiert werden! Das Gebot der Stunde lautet endlich innezuhalten, statt mit einer offensichtlich völlig falschen Strategie und mit immer mehr Soldaten die Spirale des Krieges immer schneller zu drehen. Die Zeit der Durchhalteparolen ist endgültig abgelaufen!“, so der Vorsitzende der Geraer LINKEN Andreas Schubert. Ein Rückkehrappell wäre auch deshalb völlig unangemessen, weil erneut die Frage ausgeblendet würde, wofür sterben deutsche Soldaten am Hindukusch, in wessen Auftrag und mit welchem Ziel wird dieser Krieg geführt? Auch für die Opfer vom Karfreitag, die deutschen, wie die afghanischen gilt: Die politische wie die moralische Verantwortung für diese Toten trägt die Bundesregierung und die sie tragenden Parteien! Wer in dieser Situation die Bundeswehr nur als lokalen Wirtschaftsfaktor sehen will, macht es sich viel zu einfach und muss sich die Frage gefallen lassen ob Moral und Gewissensfragen hinter vermeintlichen Wirtschaftsfaktoren zurückstehen können? DIE LINKE wird am 8. April auf einer Kundgebung ab 17 Uhr vor dem KuK klar und deutlich die Forderung nach einem Bundeswehrabzug aus Afghanistan unterstreichen. Dabei hoffen wir auf die Beteiligung vieler Geraerinnen und Geraer, die dies genauso fordern. Wir wollen ALLE Soldaten zu Hause begrüßen und zwar für immer!