Traditionell organisiert der Verband der Verfolgten des Naziregimes/Bund der Antifaschisten am zweiten Sonntag im September ein Gedenken an die Opfer des Naziregimes. So trafen sich in diesem Jahr am 14. September Geraerinnen und Geraer am Gedenkstein im Küchengarten, wo Margit Jung, stellv. Vorsitzende der Landtagsfraktion und Vorsitzende der Stadtratsfraktion DIE LINKE., Worte der Mahnung und Erinnerung sprach.
Mit dem Blick auf die NPD-Vertreter in vielen Kommunalparlamenten und in den Landtagen von Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern fordert sie nicht wegzusehen, sondern aktiv zu werden. Mit einem Rückgriff auf eine Szene in der Filmkomödie „Blues Brothers“ veranschaulichte die Geraer Landtagsabgeordnete die Notwendigkeit einer breiten Zivilcourage gegen Nazis.
Es ist noch nicht zu spät, in Thüringen den Anfängen zu wehren und zu verhindern, dass Rechtsextreme im kommenden Jahr in die Parlamente gewählt werden, so Margit Jung am Tag nach der überzeugenden Gegendemonstration gegen das so genannte „Fest der Völker“ der NPD in Altenburg.
Deutlich zu machen, was Nazi-Herrschaft bedeut, an die ungezählten Opfer immer wieder zu erinnern, damit auch in 30 Jahren die Mahnung und die Verantwortung aus diesem dunkelsten Kapitel deutscher Geschichte weitervermittelt wird, dafür sind alle engagierten Demokraten gefragt, so der eindringliche Appell den die Teilnehmer der Gedenkveranstaltung
Gera, 15.09.2008