An gemeinsamen Infoständen informierten DGB Ostthüringen, LINKSPARTEI.PDS und WASG Gera am Donnerstag und Freitag auf dem Geraer Marktplatz über Auswirkungen der von der Bundesregierung beschlossenen Gesundheitsreform und politische Alternativen dazu.
In vielen Gesprächen wurde die Empörung und Enttäuschung der Bürgerinnen und Bürger über die Entscheidungen von CDU und SPD gegen die Interessen der Versicherten zum Ausdruck gebracht. Mit dem einseitigen Abwälzen der Kostensteigerungen auf die Versicherten, mit dem Einfrieren des Arbeitgeberanteils wird das Solidarsystem weiter demontiert, wird Krankheit immer mehr zu einem finanziellen Risiko.
Gerade deshalb unterstützten mehr als 400 Bürgerinnen und Bürger auf dem Marktplatz mit ihrer Unterschrift die Aktion des Thüringer Netzwerks für Gesundheit unter dem Motto „Hände weg von der solidarischen und paritätischen Krankenversicherung!“, mit der als tatsächliche Alternative die Einführung einer solidarischen Bürgerversicherung gefordert wird.
Diese Unterschriften werden gesammelt dem Thüringer Landesparlament zur Weiterbehandlung übergeben, denn auch der Bundesrat wird zur Gesundheitsreform entscheiden.
Gera, am 06. Oktober 2006