8. Dezember 2017

Mehrheit des Stadtrates steht hinter Sozialdezernentin Sandra Wanzar

Sandra Wanzar

Am gestrigen Abend hat der Geraer Stadtrat Sandra Wanzar erneut zur Sozialdezernentin unserer Stadt gewählt. Dazu erklärt die Geraer Landtagsabgeordnete und ehemalige Fraktionsvorsitzende der Stadtratsfraktion, Margit Jung:

 

 

Diese Wiederwahl erfolgte vor dem Hintergrund einer erfolgreichen Bilanz der vergangenen Jahre, z.B.

·         der Zusammenführung von 3 verschiedenen Rechtskreisen und 3 verschiedenen Behörden, die sich für die Zukunft unserer jungen Menschen jetzt gemeinsam unter einem Dach im Jugendhaus gegenseitig verstärken;

·         die im Zuge des Hochwassers 2013 notwendige Unterbringung und Betreuung von Evakuierten aus den überfluteten Stadtgebieten, der Umorganisation von Schul- und Kita-Angeboten bis hin zur Getränke-Versorgung unzähliger Menschen, die in Schlangen vor dem H35 ihre Ansprüche auf Schadenersatz nach der Hochwasserkatastrophe geltend machen wollten;

·         die geräuschlose und nachhaltige Wahrnehmung und Umsetzung unserer humanitären Pflicht zur Unterbringung der nach Gera gekommenen Flüchtlinge.

Dass es dabei immer wieder Diskussionen im Detail und auch Kritik zu Einzelfragen gab und gibt kann nicht diese positive Gesamteinschätzung verändern.

Dennoch hat sich die OB für eine Ausschreibung entschieden. Dabei verwundert es, dass sie ihrerseits nach Abschluss des Ausschreibungsverfahrens keinen Vorschlag zur Besetzung des in der fachlichen Breite größten und wohl auch für viele Bewohner der Stadt sensibelsten Dezernatsbereichs unterbreitete. Ist dies damit zu erklären, dass Frau Dr. Hahn die Besetzung der Leitung dieses Dezernats egal ist? Soll ein solches Verhalten der Rathauschefin damit gedeutet werden, nicht einverstanden gewesen zu sein mit der Arbeit von Frau Wanzar? Ist es damit auch zu erklären, dass nur eine halbherzige Beglückwünschung nach der Wahl durch die OB erfolgte?

Frau Dr. Hahn hätte in der Vergangenheit genug Gelegenheit gehabt, über ihre mögliche Unzufriedenheit mit der Arbeit ihrer Dezernentin zu berichten. Dies hat sie aber nicht getan!

Deshalb zeigt dieser Vorgang nur eins: Die Oberbürgermeisterin steht in entscheidenden Fragen nicht hinter ihrer Verwaltung.