27. April 2018

Wiesestraße-Sanierung längst überfällig!

 „Selbstverständlich gehe ich davon aus, dass die Stadt die fehlenden Gelder selbst aufbringt.“ so Gilbert Weise, der für DIE LINKE in den Aufsichtsrat des GVB entsandt ist, zu der in den vergangenen Tagen bekannt gewordenen Erhöhung der städtischen Eigenanteile, nachdem nun auch die Mehrwertsteuer berücksichtigt wurde.

„Ich hätte kein Verständnis dafür, wenn dieser sechsstellige zusätzliche Betrag auf den GVB umgelegt werden würde, denn die Sanierung der Wiesestraße ist und bleibt ein gesamtstädtisches Anliegen. Deshalb wird DIE LINKE im Stadtrat die Korrektur der falsch kalkulierten Zahlen unterstützen. Eine weitere Verzögerung kurz vor dem längst überfälligen Baubeginn kann man weder den Anliegern der Wiesestraße, noch dem GVB und seinen Kunden zumuten. Dies wäre mit unkalkulierbaren Risiken für den Straßenbahnverkehr und damit für den ganzen ÖPNV in Gera verbunden. Alternativen zum schnellstmöglichen grundhaften Ausbau der Wiesestraße gibt es nicht, weitere Verzögerungen verteuern das Vorhaben nur.“ so Gilbert Weise, der sich auch als Mitglied des VCD seit Jahren für einen nachhaltigen und zukunftsfähigen Nahverkehr in Gera einsetzt.

Diese Rekonstruktion in Debschwitz wie auch die Stadtbahnlinie nach Langenberg sowie weitere Sanierungsmaßnahmen am Geraer Straßenbahnnetz, etwa Hinter der Mauer, gehörten und gehören zum Stadtbahnprogramm der Stufe II, welches durch den Stadtrat schon vor Jahren beschlossen wurde und – nur im Gesamtpaket – umfangreich mit Landes- und Bundesmitteln gefördert wird.

Noch ist nicht geklärt, welche finanziellen Folgen auf die Stadt zukämen, wenn das Stadtbahnprogramm nicht vollständig umgesetzt würde.

In dem Zusammenhang bleibt es in hohem Maße unverständlich, dass sowohl die amtierende Oberbürgermeisterin als auch der Ortsteilbürgermeister von Langenberg gegen die Umsetzung von demokratisch getroffenen Stadtratsbeschlüssen arbeiten und nun mit einem Einwohnerantrag erneut versuchen, das Thema zum x-ten Mal zur Abstimmung zu stellen, um das Stadtbahnprogramm zu zerstören.