9. Mai 2018

Zeitschiene der Deutschen Bahn für Elektrifizierung der MDV inakzeptabel

Der Sprecher des Geraer Bündnis für Schienenfernverkehr, Dieter Hausold, MdL (DIE LINKE) kritisiert die gestern bekannt gewordene Realisierungszeit für die Elektrifizierung der Mitte-Deutschland-Verbindung (MDV) im Abschnitt Jena – Gera – Gößnitz: „Mit dieser in Aussicht gestellten Realisierung erst in 2028 laufen wir Gefahr, dass inzwischen der Fuhrpark außer Dienst geht, mit dem jetzt übergangsweise die nicht elektrifizierte Strecke mit einer Fernzugverbindung ins Ruhrgebiet ab dem Winterfahrplan 2018/19 bedient werden soll. Hier braucht es einen deutlich anspruchsvolleren Zeitplan, der von der Verkehrsministerin erst vor wenigen Wochen mit 2025 als Datum der Fertigstellung beschrieben wurde.“

 

Die Bundestagsabgeordnete Elisabeth Kaiser (SPD), die sich zukünftig aktiv im Geraer Bündnis für Schienenfernverkehr engagieren wird, ergänzt:

 

“Den Bahnreisenden in der Region jetzt noch einmal 10 Jahre Geduld für eine Elektrifizierung eines doch überschaubaren Streckenabschnitts abzuverlangen, können wir nicht akzeptieren. Nach langem gemeinsamen Druck der rot-rot-grünen Landesregierung und des Geraer Bahnbündnisses, stellt der Bund die Gelder nun endlich im Bundesverkehrswegeplan zur Verfügung. Umso weniger können wir verstehen, dass die Deutsche Bahn nun die Bremse anzieht.

 

Eine unnötige Verzögerung des Projekts könnte die Elektrifizierung in Gefahr bringen.“

 

Beide Abgeordneten werden im Rahmen ihrer parlamentarischen Arbeit darauf dringen, dass es zu einer deutlich schnelleren Umsetzung der schon so lange diskutierten Elektrifizierung der MDV kommt, die als Voraussetzung für einen dauerhaften Bahnfernverkehr zwingend gebraucht wird.

 

 

Dieter Hausold, MdL

 

Quelle: http://www.die-linke-gera.de/nc/startseite/aktuelles/detail/artikel/zeitschiene-der-deutschen-bahn-fuer-elektrifizierung-der-mdv-inakzeptabel/