24. Januar 2012

EDEKA-Konzern in die Pflicht nehmen

MdL Dieter Hausold, Wirtschaftspolitischer Sprecher der Landtagsfraktion

 

 

Nach einem Gespräch mit Vertretern des Betriebsrates von Marktkauf in Gera-Debschwitz hegt Dieter Hausold, wirtschaftspolitischer Sprecher der Landtagsfraktion DIE LINKE., große Zweifel an der offiziellen Begründung, für die angekündigte Schließung seien hauptsächlich wirtschaftliche Gründe (Umsatzrückgang) oder gar ein gekündigter Mietvertrag ausschlaggebend.

 

Vielmehr lasse sich schlussfolgern, dass der EDEKA-Konzern, zu dem Marktkauf seit mehreren Jahren gehört, vor allem die Strategie verfolgt, mit der Schließung einer ganzen Reihe von Marktkauf-Filialen eine neue Konzern- und damit Beschäftigungsstruktur durchzusetzen. Im Ergebnis werden Vollzeitbeschäftigte mit Tarifbindung durch Teilzeitbeschäftigte oder gar Leiharbeiter zu deutlich schlechteren Lohnkonditionen ersetzt. Diese Befürchtungen werden auch durch Gerüchte genährt, in Zukunft werde es an gleicher Stelle ein neues EDEKA-Center geben.

 

Mit solch einem im großen Maßstab organisierten Drehtür-Effekt,  würde die EDEKA-Geschäftsleitung in keiner Weise ihrer unternehmerischen Verantwortung gerecht werden, ist der Geraer Landtagsabgeordnete der LINKEN überzeugt.

 

Deshalb steht Dieter Hausold solidarisch an der Seite der Beschäftigten und unterstützt deren Bemühungen die Arbeitsplätze zu erhalten. Diese werden umso erfolgreicher sein, je mehr Marktkauf- Kunden sich mit den Beschäftigten solidarisieren und EDEKA Vorschläge des Betriebsrats, z.B. zur Reduzierung der ökonomisch widersinnigen Öffnungszeiten nach 20 Uhr, ernst nimmt.