22. April 2016

Bahnbündnis sieht dringenden Veränderungsbedarf im Bundesverkehrswegeplan

Das Geraer Bündnis für Schienenfernverkehr hat in seiner Beratung am vergangenen Montag, 18.04.2016, dringenden Verbesserungsbedarf am vorliegenden Entwurf des Bundesverkehrswegeplans festgestellt:

„Der vollständige zweigleisige Ausbau der Mitte-Deutschland-Verbindung (MDV) im Bereich Weimar-Gera inklusive der vollständigen Elektrifizierung des Abschnitts Weimar-Gößnitz ist zwingend in den vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplans 2030 aufzunehmen“ fasst Dieter Hausold als Sprecher die Diskussion im Bündnis zusammen. Diese Forderung wird auch von der Landesregierung unterstützt, die für die nötigen Planungskosten 3 Millionen im Doppelhaushalt eingestellt hat und weitere 30 Mio. Euro dafür in Aussicht stellt.

Deshalb braucht es jetzt zahlreiche Stellungnahmen von Einwohnern und Unternehmen in der laufenden öffentlichen Anhörung, die auch im Internet auf der Seite des Bundesverkehrsministeriums eingereicht werden können, um hier eine Korrektur zu erreichen. Alles andere würde eine Verschiebung der notwendigen Voraussetzungen für Schienenfernverkehr in Gera auf den Sankt-Nimmerleinstag bedeuten.

Diese Ergänzung des Bundesverkehrswegeplans hat auch die Stellungnahme der Stadt Gera zum Ziel, die für einen Stadtratsbeschluss Ende April in Vorbereitung ist und durch die Diskussion im Bahnbündnis noch ergänzt wurde.

Schon im November 2012 hat der Stadtrat fraktionsübergreifend eine Resolution verabschiedet, in der der zweigleisige Ausbau der MDV genauso gefordert wurde, wie die komplette Elektrifizierung im Abschnitt Weimar – Gößnitz.

Diese Resolution, die auch dem Bundesverkehrsministerium zur Kenntnis gebracht wurde, war vom Geraer Bündnis Schienenfernverkehr initiiert worden, dass seit vielen Jahren für den Wiederanschluss des Ostthüringer Oberzentrums an das Fernverkehrsnetz kämpft. Dafür ist eine Elektrifizierung zwingende Voraussetzung. Deshalb wurde durch das Bündnis im vergangenen Jahren auch eine entsprechende Petition an den Deutschen Bundestag mit über 1700 Unterschriften eingereicht.

Für Juni ist eine erneute öffentliche Veranstaltung mit dem Thüringer Verkehrsministerium und Vertretern weiterer Bahnbündnisse sowie der Deutschen Bahn in Vorbereitung.

Dieter Hausold, MdL