weiter: Freibad...und vom Ex-OB Rauch der Bevölkerung versprochen war. Stellungnahmen des BUGA-Fördervereins gegen eine solches Szenario wurden damals nicht bekannt. Auch das laute Schweigen zur ebenfalls im Sportentwicklungsplan vorgesehene Einrichtung einer Weitwurf-Trainingsanlage zur temporären Nutzung im Hofwiesenparkgelände, wie Freibad und Radsporttrainingshalle übrigens ebenfalls Priorität 1, verstärkt den Eindruck, dass es sich hier um eine interessengelenkte Polemik eines Anliegers gegen den Freibad-Neubau handelt. Dies ist umso unverständlicher, weil doch schon mit der Generalsanierung des Hofwiesenbads eine Liegewiese mit Spielgeräten und einem extra Ausgang aus dem Bad mit Durchwatbereich und Dusche angelegt wurde, mit der sich jeder Anlieger seitdem arrangieren musste. Mit der Behauptung der Sportentwicklungsplan wurde entgegen der demokratischen Gepflogenheiten, quasi heimlich, erarbeitet und ohne die Einbeziehung gesellschaftlicher Gruppen diskutiert und verabschiedet, verlässt Herr Granderath endgültig das Feld einer seriösen Debatte, weil hier schlichtweg die Fakten ins Gegenteil verkehrt werden. Gerade der Sportentwicklungsplan ist durch das Instrument der kooperativen Planung, einer wissenschaftlich fundierten Umfrage unter Tausenden Geraerinnen und Geraern, sowie der Umfrage des Stadtsportbundes unter den Mitgliedern der Sportvereine ein überzeugender Beweis, wie im Vorfeld von kommunalpolitischen Entscheidungen eine hohe Transparenz und Bürgerbeteiligung, sowie Mitsprache Betroffener organisiert werden kann. Das zu (guter) Letzt auch noch behauptet wird, dass Freibad wäre "mitten zwischen Wohnbebauung"?! nicht mit dem Bundesimmissionsschutzgesetz vereinbar, somit nicht genehmigungsfähig und der OB würde nur noch einen Schuldigen für das "sichere Scheitern" des Plans suchen, setzt der überflüssigen Polemik die Krone auf! Zur Erinnerung: Fast 30 % der Geraerinnen und Geraern haben bei einer repräsentativen Umfrage den Freibad-Neubau als dringlichste Investition im Sportbereich angemahnt. Deshalb ist das Realisierungskonzept, welches durch die Verwaltung nun dem Stadtrat vorgelegt wird, kein Angriff auf irgendwas, sondern ein Nachweis, wie dieses für viele Geraerinnen und Geraer so dringliche Projekt endlich umgesetzt werden kann. Es entspricht übrigens demokratischen Gepflogenheiten, dass nicht ein einzelner Anlieger aus privatem Interesse ein wichtiges Projekt zum Wohle für die gesamte Stadt verhindern kann und darf! Gera braucht endlich ein Freibad und DIE LINKE wird dafür im Stadtrat und auch außerhalb alle Aktivitäten des Oberbürgermeisters unterstützen, damit noch vor 2013 angebadet werden kann.